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21. Februar 2019 - Lichtverschmutzung: Auswirkungen auf Mensch, Tiere und Pflanzen

09.03.2019
Die Veranstaltung zum Thema "zunehmende Lichtverschmutzung" traf eindeutig einen Nerv
 
Die bereitgestellten Stühle im Jugendstilsaal des Hotels Schützen reichten nicht aus…über 60 Interessierte fanden sich am vergangenen Donnerstag dort ein, um mehr zum Thema „zunehmende Lichtverschmutzung, Auswirkungen auf Mensch, Tier und Flora“ zu erfahren. Dies freute Béa Bieber, Organisatorin des Anlasses für das Gesundheitsforum, in Zusammenarbeit mit dem NVVR, sehr. „Wir haben anscheinend mit dem Thema einen Nerv getroffen“.
Frau Ursula Philipps vom Amt für Landschaft und Gewässer führte fachlich ins Thema ein. Eindrücklich konnte sie aufzeigen, welche negativen Auswirkungen der zunehmende Mangel an Dunkelheit in der Nacht auf Mensch, Tier und Flora haben. Jährlich nimmt die Lichtverschmutzung in unserer Region um 2 % zu. Neben Schlafstörungen beim Menschen wirkt sich dies negativ auf das Verhalten von vielen Tieren aus; Insekten, die für das Ökostystem immens wichtig sind, werden durch die zunehmende Helligkeit in der Nacht verwirrt und ändern ihre Verhalten. Zugvögel und auch einige Fledermausarten werden durch starke Lichtemissionen auf Ihren Flugreisen irritiert und sterben, Pflanzen werden bei ausbleibender Dunkelheit in der Nacht weniger bestäubt.
„Nur noch rund ein Drittel der Menschheit erlebt den Nachthimmel, so wie er eigentlich ausieht; die anderen sehen die Sterne nur noch durch eine dauerhafte, nächtliche Lichtglocke, die über uns liegt.“, führte sie aus.
Anschliessend ans Einführungsreferat verschob man sich nach draussen in die Nacht. Herr Roland Bodenmann von darksky switzerland zeigte an fünf Stationen auf, welche Beleuchtungsvarianten die Lichtverschmutzung minimieren können. Das Thema Sicherheit ist bei der Beleuchtungswahl ein wichtiger Aspekt…aber Sicherheit erreicht man oft mit viel weniger Licht genau so gut.
Die Wahl der richtigen Leuchtmittel in der richtigen Stärke und am richtigen Ort sind die drei wichtigsten Erfolgsfaktoren dafür. Anhand des Beispiels der Stadt Chur, die ihre gesamte städtische Beleuchtung auf die Minimierung der Lichtverschmutzung ausgerichtet hat, hielt er fest:„“Alle sind gefordert; Politik, Privatpersonen, Unternehmungen, jeder kann in seinem Bereich etwas tun, damit wir die Nacht wieder dunkler hinbekommen, zum Guten für uns alle“.